Bach fließt durch einen Wald

Wir machen uns selber so viel Stress und Druck. Wir vergleichen uns. Wir bewerten uns. Wir werten uns ab. Wir haben unrealistische Vorstellungen davon, wie wir sein sollten. Und wir sind ungeduldig mit uns selbst. Wir wollen diese Veränderungen über Nacht. Wir sind kritisch. Wir sind strafend uns selbst gegenüber. Wir reden schlecht über uns selbst. Wir ziehen über uns her. Was wir oft still zu uns selbst sagen, würden wir nie einem anderen Menschen gegenüber aussprechen.

Viele von uns haben psychische Probleme, leiden unter Burn-Out und Stress, aber auch Panikattacken und Depressionen werden immer mehr. Wir reden viel zu wenig darüber, wie es uns wirklich geht. Wir reden viel zu wenig darüber, dass wir nachts nicht schlafen können, dass wir oft vor lauter Angst keine Luft bekommen. Dass wir von Stress und Überforderung Magenbeschwerden und Übelkeit haben. Wir reden oft nicht einmal mit unseren Liebsten darüber. Und wir sind uns dessen manchmal nicht einmal bewusst.

Es gibt immer einen Weg. Und der beginnt zuerst damit, dass man sich bewusst macht, was los ist. Dass man mit jemandem darüber spricht, wie es einem geht. Dass man sich selbst ernst nimmt, sich und seine Bedürfnisse. Dass man sich selbst nicht mehr bewertet, nicht mit anderen vergleicht. Dass man sich selbst nicht ständig runter macht. Der Weg beginnt damit, dass man sich selbst akzeptiert, an diesem Punkt, an dem man gerade ist. Auch wenn dieser Punkt nicht ist, wo man gerade sein möchte, so ist es doch wo man in diesem Moment ist. Das Leben ist ein Fluss. Nichts ist statisch. Nichts bleibt wie es ist. Das Wasser, das heute hier geflossen ist, fließt morgen ganz woanders. Wird man sich diesem Fluss bewusst, dann erkennt man, dass Veränderung ein natürlicher Prozess ist. Und zwar unaufhaltsam. Wird man sich diesem Fluss bewusst, dann kann man seine Kraft nutzen, anstatt gegen den Strom zu schwimmen.

Es gibt viele Möglichkeiten, diesen natürlichen Fluss zu unterstützen. Yoga & Atem ist eine davon. Der körperliche Aspekt ist ein positiver Nebeneffekt. Vielmehr geht es darum, dass man sich bewusst macht, wo man sich gerade befindet und wie man sich oft mit aller Kraft dort festhält, obwohl es einem gar nicht gut geht damit. Yoga & Atem macht dies auf eine sanfte Art. Es ist keine Therapie, aber es wirkt therapeutisch auf Seele, Geist und Körper. Es löst Verspannungen und Blockaden, die im Körper abgespeichert sind. Diese können sich körperlich äußern, aber auch emotional oder mental, durch Gefühle, durch Ängste, durch Gedanken, die immer wieder in unserem Kopf kreisen und uns fest im Griff halten.

Wenn wir anfangen darüber zu sprechen, erkennen wir oft erst, dass wir nicht alleine sind. Dass viele von uns mit Ähnlichem kämpfen. Und dass wir uns im Grunde alle nach etwas sehnen: Nach einem Leben in Sicherheit, in Geborgenheit, in Liebe, in dem wir unsere Lebensmission erfüllen können, was immer diese auch für den einzelnen ist. Yoga & Atem ist wie eine gute Wanderausrüstung auf einer herausfordernden Bergtour. Gehen muss man den Weg selbst, aber man geht ihn viel leichter.

 

Obwohl ich schon jahrelang Yoga praktizierte, fühlte ich mich nach wie vor gestresst und meinem Alltag ausgeliefert. Der Druck, den ich mir in der Arbeit machte, begleitete mich auf die Matte und am Abend wieder nach Hause. Ich kam mir vor wie jemand, der immer nur reagierte und keine Möglichkeit hatte, sein Leben bewusst zu gestalten. Das machte mich sehr unzufrieden und verursachte auch diverse körperliche Beschwerden.

Als ich dann begann, Yoga zu unterrichten, merkte ich, dass ich damit nicht alleine war.

Dass Bewegung zwar hilft, aber ohne bewusstem Fokus auf den Atem nur Bewegung bleibt. Bis zu diesem Punkt hatte ich mich hauptsächlich auf den körperlichen Aspekt der Praxis konzentriert und den Atem als nicht so wichtig abgetan. Erst durch diese Erkenntnis und der Arbeit mit Max Strom und seinem Inner Axis System spürte ich, dass ich an die Wurzel meiner Beschwerden kam. Ich spürte, wie schnell sich mein innerer Zustand änderte, wie gelassen und achtsam ich im Alltag wieder wurde, wenn ich meinen Fokus auf den Atem legte. Ich fühlte mich selbstbestimmter und vor allem glücklicher. Und es hielt an. Das tut es übrigens noch immer, denn ich übe täglich.

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Wirklich niemals in meinem Leben hätte ich gedacht, dass ich je um 3 Uhr früh mit dem Laptop im Bett sitzen und über Schlafprobleme schreiben würde. Und doch sitze ich nun da – Dinge ändern sich. Die Welt steht Kopf, oder ist zumindest in eine ziemliche Schräglage gerutscht. Und viel von unserem Gewohnten ist dahin. 

Doch was hat sich bei mir persönlich verändert, dass ich nicht mehr schlafen kann? Seit dem zweiten Lockdown ist mein geregelter Tagesrhythmus dahin. Ich lasse meine Gewohnheiten schleifen, immer mehr und mehr. Neben dem steigenden Konsum von Social Media und Netflix fehlt mir und meinem Körper einfach der übliche Tagesablauf. 

Ganz ehrlich, die Sache ist die, wir wissen ja meistens was uns schadet, aber auch was uns guttun würde. Dazu kommt natürlich zurzeit auch bei vielen Unsicherheit, egal ob Stress mit Job und Geld oder Sorgen um unsere Liebsten. Das beeinflusst uns natürlich auch. Aber trotzdem, wir sind, was wir aus uns machen!

Wir treffen Entscheidungen, wie wir unsere freie Zeit verbringen – also lasst es uns in die Hand nehmen und Veränderung herbeiführen. Ich werde euch meine „einfachen“ vier Schritte dazu verraten:

  • Schritt 1: Geregeltes Aufstehen und Schlafengehen – denn ich weiß, das hilft. Also heißt es nun wieder jeden Tag den Wecker stellen und diese gewonnene Zeit sinnvoller nutzen. 
  • Schritt 2: Lange Spaziergänge mit den Hunden – denn die Zeit habe ich ja und frische Luft sowie Bewegung tun gut.
  • Schritt 3: Mehr Yoga - denn die Auswirkungen einer regelmäßigen Yoga- und Atempraxis sind bekanntlich immens. Auch wenn du jetzt vielleicht grinsen musstest, auch Yogalehrer lassen ihre eigene Praxis mal schleifen… Das wirkt sich natürlich auf unser körperliches und emotionales Wohlbefinden aber auch auf unseren Schlaf aus.
  • Schritt 4: Kein Handy und Laptop am Abend – stattdessen schlag ich ein Buch auf. 

Ja, hier geht es um Schlaf, aber eigentlich geht es um so viel mehr. Es geht darum, dass unser Schlaf nur ein weiterer Indikator ist, der uns zeigt, ob wir im Gleichgewicht sind oder nicht. Unser Körper ist ein so feines Instrument, das uns sehr schnell zeigt, wenn wir unsere Balance verloren haben. Wenn wir etwas machen, das uns nicht guttut. 

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Immer wieder fragen mich Leute, ob sie denn in meine Stunden kommen können, auch wenn sie nicht so viel Kraft haben, nicht flexibel sind, mehr Gewicht haben oder alte Verletzungen. Und dann staune ich. Denn für mich ist klar: Mein Yoga ist für jeden. Es gibt keine Ausschlusskriterien oder Voraussetzungen, um in meine Stunden zu kommen. (Wenn du akute Schmerzen oder gerade eine OP hinter dir hast, bitte ich dich, vorher deinen Arzt zu konsultieren.)

Ich unterstütze dich darin, mehr Kraft und Flexibilität zu bekommen. Wieder besser atmen zu können. Ein neues Körpergefühl zu erhalten. Mehr Ruhe zu gewinnen. Bei mir geht es nicht darum, etwas zu leisten. Oder mir etwas zu beweisen. Auch nicht den anderen. Niemandem. Du kommst für dich. Um dir selbst etwas Gutes zu tun. Um dir eine Auszeit zu gönnen. Und wir fangen dort an, wo du bist. Du musst dich nicht verrenken. Oder irgendwelche akrobatischen Positionen machen. Fair genug, es gibt Yogastile und Lehrer, die sich in diese Richtung spezialisiert haben. Das spricht aber ein ganz gezieltes Publikum an, das jung und trainiert ist und geht meiner Meinung nach mehr Richtung Sport. Das sehe ich persönlich unter dem Namen Yoga aber kritisch. Denn Yoga sollte nicht ausschließen, keinen Leistungsdruck kreieren.

Yoga ist für jeden und jeder kann Yoga machen. Auf seine ganz persönliche Art und Weise.

In meinen Stunden gebe ich verschiedene Optionen und Varianten. Da ist für jedes Level etwas dabei. Zusätzlich dazu unterstütze ich dich individuell,

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