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Wie ich die Heilkraft von Atem und Bewegung entdeckte

Obwohl ich schon jahrelang Yoga praktizierte, fühlte ich mich nach wie vor gestresst und meinem Alltag ausgeliefert. Der Druck, den ich mir in der Arbeit machte, begleitete mich auf die Matte und am Abend wieder nach Hause. Ich kam mir vor wie jemand, der immer nur reagierte und keine Möglichkeit hatte, sein Leben bewusst zu gestalten. Das machte mich sehr unzufrieden und verursachte auch diverse körperliche Beschwerden.

Als ich dann begann, Yoga zu unterrichten, merkte ich, dass ich damit nicht alleine war.

Dass Bewegung zwar hilft, aber ohne bewusstem Fokus auf den Atem nur Bewegung bleibt. Bis zu diesem Punkt hatte ich mich hauptsächlich auf den körperlichen Aspekt der Praxis konzentriert und den Atem als nicht so wichtig abgetan. Erst durch diese Erkenntnis und der Arbeit mit Max Strom und seinem Inner Axis System spürte ich, dass ich an die Wurzel meiner Beschwerden kam. Ich spürte, wie schnell sich mein innerer Zustand änderte, wie gelassen und achtsam ich im Alltag wieder wurde, wenn ich meinen Fokus auf den Atem legte. Ich fühlte mich selbstbestimmter und vor allem glücklicher. Und es hielt an. Das tut es übrigens noch immer, denn ich übe täglich.

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Komm, süßer Schlaf – oder: Was hat unser Schlaf mit Selbstliebe zu tun?

Wirklich niemals in meinem Leben hätte ich gedacht, dass ich je um 3 Uhr früh mit dem Laptop im Bett sitzen und über Schlafprobleme schreiben würde. Und doch sitze ich nun da – Dinge ändern sich. Die Welt steht Kopf, oder ist zumindest in eine ziemliche Schräglage gerutscht. Und viel von unserem Gewohnten ist dahin. 

Doch was hat sich bei mir persönlich verändert, dass ich nicht mehr schlafen kann? Seit dem zweiten Lockdown ist mein geregelter Tagesrhythmus dahin. Ich lasse meine Gewohnheiten schleifen, immer mehr und mehr. Neben dem steigenden Konsum von Social Media und Netflix fehlt mir und meinem Körper einfach der übliche Tagesablauf. 

Ganz ehrlich, die Sache ist die, wir wissen ja meistens was uns schadet, aber auch was uns guttun würde. Dazu kommt natürlich zurzeit auch bei vielen Unsicherheit, egal ob Stress mit Job und Geld oder Sorgen um unsere Liebsten. Das beeinflusst uns natürlich auch. Aber trotzdem, wir sind, was wir aus uns machen!

Wir treffen Entscheidungen, wie wir unsere freie Zeit verbringen – also lasst es uns in die Hand nehmen und Veränderung herbeiführen. Ich werde euch meine „einfachen“ vier Schritte dazu verraten:

  • Schritt 1: Geregeltes Aufstehen und Schlafengehen – denn ich weiß, das hilft. Also heißt es nun wieder jeden Tag den Wecker stellen und diese gewonnene Zeit sinnvoller nutzen. 
  • Schritt 2: Lange Spaziergänge mit den Hunden – denn die Zeit habe ich ja und frische Luft sowie Bewegung tun gut.
  • Schritt 3: Mehr Yoga - denn die Auswirkungen einer regelmäßigen Yoga- und Atempraxis sind bekanntlich immens. Auch wenn du jetzt vielleicht grinsen musstest, auch Yogalehrer lassen ihre eigene Praxis mal schleifen… Das wirkt sich natürlich auf unser körperliches und emotionales Wohlbefinden aber auch auf unseren Schlaf aus.
  • Schritt 4: Kein Handy und Laptop am Abend – stattdessen schlag ich ein Buch auf. 

Ja, hier geht es um Schlaf, aber eigentlich geht es um so viel mehr. Es geht darum, dass unser Schlaf nur ein weiterer Indikator ist, der uns zeigt, ob wir im Gleichgewicht sind oder nicht. Unser Körper ist ein so feines Instrument, das uns sehr schnell zeigt, wenn wir unsere Balance verloren haben. Wenn wir etwas machen, das uns nicht guttut. 

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Mein Yoga ist für jeden

Immer wieder fragen mich Leute, ob sie denn in meine Stunden kommen können, auch wenn sie nicht so viel Kraft haben, nicht flexibel sind, mehr Gewicht haben oder alte Verletzungen. Und dann staune ich. Denn für mich ist klar: Mein Yoga ist für jeden. Es gibt keine Ausschlusskriterien oder Voraussetzungen, um in meine Stunden zu kommen. (Wenn du akute Schmerzen oder gerade eine OP hinter dir hast, bitte ich dich, vorher deinen Arzt zu konsultieren.)

Ich unterstütze dich darin, mehr Kraft und Flexibilität zu bekommen. Wieder besser atmen zu können. Ein neues Körpergefühl zu erhalten. Mehr Ruhe zu gewinnen. Bei mir geht es nicht darum, etwas zu leisten. Oder mir etwas zu beweisen. Auch nicht den anderen. Niemandem. Du kommst für dich. Um dir selbst etwas Gutes zu tun. Um dir eine Auszeit zu gönnen. Und wir fangen dort an, wo du bist. Du musst dich nicht verrenken. Oder irgendwelche akrobatischen Positionen machen. Fair genug, es gibt Yogastile und Lehrer, die sich in diese Richtung spezialisiert haben. Das spricht aber ein ganz gezieltes Publikum an, das jung und trainiert ist und geht meiner Meinung nach mehr Richtung Sport. Das sehe ich persönlich unter dem Namen Yoga aber kritisch. Denn Yoga sollte nicht ausschließen, keinen Leistungsdruck kreieren.

Yoga ist für jeden und jeder kann Yoga machen. Auf seine ganz persönliche Art und Weise.

In meinen Stunden gebe ich verschiedene Optionen und Varianten. Da ist für jedes Level etwas dabei. Zusätzlich dazu unterstütze ich dich individuell, wenn du Einschränkungen hast. Wir sollten wirklich wegkommen von dem Gedanken, dass wir nicht fit oder stark genug sind für Yoga. Denn darunter liegt ja der Glaube, dass man nicht gut genug ist. Dass mit uns also etwas nicht passt oder falsch ist.

In meiner Arbeit möchte ich diese Glaubenssätze auflösen und den Menschen, die in meine Stunden kommen, das Gefühl geben, dass sie bei mir gut aufgehoben sind, dass ich sie wertschätze und auf sie aufpasse. Und dass alles, was kommt, in Ordnung ist. Das sie in Ordnung sind, genau so wie sie sind. Egal ob dick, dünn, groß, klein, stark, schwach, flexibel, Couchpotatoe, Marathonläufer, Student, Manager, Hausfrau, Pensionist. Das ist alles egal. Denn es gibt kein Standardprotokoll, wie jemand sein sollte und wie etwas abzulaufen hat. Und es ist mir ein sehr großes Anliegen, diese Freiheit ein Stück weiterzugeben. Damit wir alle mehr von dieser Freiheit bekommen und uns mehr und mehr so annehmen können, wie wir nun mal sind. Echte Menschen mit individuellen Bedürfnissen.

 

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Warum Staubsaugen kein Workout ist, oder: Wie dein Atem Kontrolle in dein Leben bringt!

Wenn jemand mit dem Argument kommt, dass wir sowieso die ganze Zeit atmen und wieso es dann noch nötig wäre, Atemübungen zu machen, frage ich gerne nach ob man Hausarbeit, wie zum Beispiel Staubsaugen oder Abwaschen, was auch eine körperliche Tätigkeit ist, mit einem gezielten Training im Fitnessstudio gleichsetzen würde. Genau! Würde man wahrscheinlich nicht. Und genau so ist es auch beim Atem. Atmen ist nicht gleich Atmen. Wir atmen zwar immer, aber die meiste Zeit unbewusst, oft flach und viel zu schnell.

Mein Lehrer, Max Strom, sagt gerne: „Wenn du deinen Atem kontrollieren kannst, kannst du damit dein ganzes Leben kontrollieren.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich deine Atmung verändert, je nachdem wie du dich gerade fühlst? Wenn du traurig bist und weinst, verkrampfen sich deine Lungen und deine Atmung wird schneller und kürzer. In der Hektik und im Stress hat man oft das Gefühl hat, man atmet gar nicht mehr, so flach ist der Atem. Oder man bekommt vor lauter Lachen Bauchweh, weil man dabei so tief in den Bauch hinein atmet. Denn wenn wir uns glücklich und entspannt fühlen, werden die Atemzüge langsamer und tiefer. Kurz gesagt: Die Atmung verändert sich je nachdem wie wir uns fühlen. Denn unsere Lungen sind nicht nur für den Gasaustausch und die Stimmbildung da, sondern dienen auch als emotionaler Ausdruck. Das geschieht unbewusst, denn es ist genetisch in uns angelegt.

Wenn also unsere Lungen unsere Emotionen ausdrücken, dann können wir im Umkehrschluss unsere Emotionen durch unseren Atem verändern.

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